Stadtentwicklung: Digitale Medien für den Dialog nutzen

Laptop, Tablet, Smartphone

Die Kommunen müssen digitale Medien für den Dialog nutzen, wenn sie die öffentlichen Diskurse zur Stadtentwicklung mitgestalten wollen. Das ist das Ergebnis einer vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) beauftragten Forschungsarbeit, für die 40 Beteiligungsprojekte auf kommunaler Ebene sowie acht Fallstudien ausgewertet wurden.

Beteiligungsprozesse werden zunehmend um neue Formen der digitalen Teilhabe erweitert. Kommunale Verwaltungen initiieren Online-Verfahren um beispielsweise städtische Leitbilder zu entwickeln oder Anliegen von Bürgerinnen und Bürger zu erfassen. Zivilgesellschaftliche Initiativen nutzen soziale Medien, um Vorhaben der Kommune zu diskutieren und zu beeinflussen, auch wenn die Verwaltung selbst nicht online aktiv ist.
Fazit: Digitale Medien verändern die Kommunikationskultur zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Wer die öffentliche Debatte zur Stadtentwicklung weiterhin mitgestalten möchte, darf sich vor den digitalen Dialogwerkzeugen nicht verschließen.

Möglichkeiten und Grenzen webbasierter Partizipationsprozesse
Durch die leichte Zugänglichkeit und hohe Reichweite webbasierter Medien können alle Akteure in kurzer Zeit viele Menschen über ein Anliegen informieren und zu Aktionen mobilisieren. Die kommunalen Verwaltungen sind jedoch durch die rechtlichen Rahmenbedingungen eingeschränkt. Der Datenschutz ist für die Nutzung digitaler Kanäle für Behörden oft ein sensibles Thema. Darüber hinaus erschweren die hierarchischen Organisationsstrukturen die Kommunikationsprozesse. Dialoge auf den schnelllebigen digitalen Plattformen erlauben keine langwierigen internen Abstimmungen über einzelne Reaktionen. Öffentliche Verwaltungen müssen sich diesen Herausforderungen stellen.

Handlungsempfehlungen für die kommunalen Verwaltungen
Die Studie empfiehlt den Städten und Gemeinden die notwendigen technischen Voraussetzungen zu schaffen und die Kompetenzen der Mitarbeitenden in der Nutzung digitaler Medien zu stärken. Auch der transparente Umgang mit Informationen, die die Stadtentwicklung berühren, wird als hilfreich angesehen.

Mehr Informationen
Zur BBSR-Online-Publikation: Webbasierte Medien in der Stadtentwicklung

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