Innovationswettbewerb: Digitale Demokratieförderung

Das betterplace lab hat im Rahmen seines Projektes demokratie.io einen Innovationswettbewerb zur digitalen Demokratieförderung ins Leben gerufen. Gefördert werden innovative digitale Ideen, die unsere Demokratie stärken. Es werden insgesamt fünf gemeinnützige Projekte mit je maximal 20.000 Euro unterstützt. Der Förderzeitraum beginnt im Januar 2018 und ist auf sechs Monate angelegt.

Bei den Projekten sollte es sich um digitale Tools handeln, die sich in eine der folgenden Kategorien einordnen lassen:

– Transparenz (Bereitstellung von Informationen)
– Meinungsaggregation (z.B. Petitionsmodule)
– Diskurs (z.B. Begleitung von Entscheidungsprozessen)
– Crowdsourcing von Inhalten (z.B. Input in Form von Vorschlägen)

Bewerbungsschluss ist der 10. November 2017.

Mehr Informationen und Bewerbungsformular

Partizipation ist unverzichtbar

Der Klimawandel, die demografische Entwicklung und die kulturellen Spannungen sind die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Sie verschärfen gegenwärtig die soziale Ungleichheit und die antidemokratischen Stimmungen in Europa.
Ein Weg für die Bewältigung der Konflikte muss politische Partizipation sein. Um den gesellschaftlichen Wandel besser und nachhaltig gestalten zu können, müssen mehr Menschen Einfluss nehmen.

Demokratie muss verstanden werden, als Rahmen für eine Gesellschaft, in der wir leben wollen. Eine Gesellschaft, in der wir denken und sagen können, was wir wollen. Eine Gesellschaft, in der jede und jeder teilhaben und sich aktiv einbringen kann. Vor allem die Menschen, um deren Belange es geht. Eine Voraussetzung ist, dass sie zur Partizipation befähigt werden. Das heißt, es müssen das Verständnis für die globalen Zusammenhänge und die Nutzung der Instrumente, die beispielsweise die Digitalisierung bereit hält, vermittelt werden.

Partizipation kann überall stattfinden – von der lokalen bis zur europäischen Ebene. Es braucht mehr Mitbestimmungs- und Teilhabemöglichkeiten vor Ort und im Netz. Eine neue Partizipationskultur braucht jedoch zunächst einen Sinnes- und Strukturwandel – ein Bekenntnis der Politik, dass die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger unverzichtbar ist.