Erfolgreiches Ende für die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad

Mehr als 200.000 Menschen haben in Nordrhein-Westfalen die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad unterstützt. Das verkündeten die Initiator*innen heute auf der RADKOMM in Köln.

Eine Volksinitiative muss in Nordrhein-Westfalen von mindestens 0,5 Prozent der Wahlberechtigten (derzeit 65.825 Bürger) unterschrieben werden, damit der Landtag sich mit den Forderungen beratend befasst. Insgesamt sind innerhalb eines Jahres 206.687 Unterschriften zusammengekommen. Das Aktionsbündnis, das aus über 600 Vereinen und Verbänden besteht, fordert unter anderem 1.000 Kilometer Radschnellwege für den Pendlerverkehr, die Förderung von Lastenrädern und kostenlose Mitnahme von Fahrrädern im Nahverkehr.

Morgen werden im Rahmen der NRW Sternfahrt die Unterschriftenlisten der Volksinitiative in Düsseldorf an NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser übergeben.

Mehr Informationen

Bürgerbegehren: Selber kommunalpolitische Entscheidungen herbeiführen

Zusammenfassung

Der gemeinnützige Verein BürgerBegehren Klimaschutz ermutigt lokale Initiativen ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten in Form von Bürger- und Volksbegehren zu nutzen. Der Fokus liegt dabei auf einer klimafreundlichen Kommunalpolitik.

Eric Häublein erzählt in dieser Podcast-Folge, wie ein Volksbegehren den nötigen Druck aufgebaut hat, damit die Privatisierung der Stromnetze in Berlin rückgängig gemacht wird. Außerdem stellt er das Instrument des Einwohner*innenantrags vor, mit dem vor allem junge Menschen die Klimapolitik in die eigene Hand nehmen können.

Inhalte

00:01 Intro – Worum geht’s in der aktuellen Staffel bzw. Folge?
00:39 Eric Häublein und der Verein kurz vorgestellt
04:12 Engagement ohne formale Hürden
05:48 Der Einwohner*innenantrag
09:01 Warum den Weg der direkten Demokratie nutzen?
10:23 Der Berliner Energietisch und sein Volksbegehren
12:35 Beratung, Unterstützung und Vernetzung für Klimaaktivist*innen
16:54 Parteien im Aktionsbündnis?
18:52 Hürden für Verfahren der direkten Demokratie senken
21:42 Warum politische Partizipation so wichtig ist

Shownotes

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Nur Mittel der direkten Demokratie sind verbindlich

Zusammenfassung

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Nordrhein-Westfalen und der Kölner Verein RADKOMM haben gemeinsam mit vielen Vereinen und Akteur*innen aus Umwelt und Verkehr das Aktionsbündnis „Aufbruch Fahrrad“ gegründet, um gemeinsam eine Mobilitätswende in NRW auf den Weg zu bringen.

Für eine Volksinitiative hat das Aktionsbündnis in den letzten Monaten die notwendigen 66.000 Unterschriften gesammelt, damit der Landtag NRW sich mit den Forderungen zur Förderung der Fahrradmobilität verbindlich beschäftigen muss. In der Podcast-Folge erzählt Dr. Ute Symanski, RADKOMM-Vorsitzende, wie das Aktionsbündnis den Weg eines direkt-demokratischen Verfahrens erfolgreich beschritten hat.

Inhalte

00:01 Intro – Worum geht’s in der aktuellen Staffel bzw. Folge?
01:20 Dr. Ute Symanski und die Volksinitiative kurz vorgestellt
07:11 Warum der Weg einer Volksinitiative?
08:00 Das Aktionsbündnis: Kooperationen sind wichtig
09:00 Wie die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad startete
11:00 Unterschriften sammeln – Was funktioniert gut?
15:23 Wie sich die Initiative finanziert hat
16:25 Unterstützung von Politik und Verwaltung gewünscht
21:20 Wie geht es bei Aufbruch Fahrrad weiter?
23:53 Warum politische Partizipation so wichtig ist

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Save the Date: Veranstaltungen zu Demokratie und Partizipation

Blick in den Hörsaal

Veranstaltungen bieten die Gelegenheit neue Informationen zu gewinnen, sich persönlich zu begegnen und sich über Ideen und Initiativen auszutauschen. Hier einige Termine und Veranstaltungshinweise für 2018 aus dem Themenfeld Demokratie & Partizipation.

Fachtagung „Verwaltung trifft Beteiligung“
Zwischen Amt und Bürgerinnen/Bürgern: Krisen und Chancen
Heinrich-Böll-Stiftung
01.-02. März 2018 in Berlin
Informationen und Anmeldung

Fachtagung „Wir müssen reden!“
Politische Teilhabe & Engagement für nachhaltige Entwicklung fördern
22.-23. März 2018 in Fulda
Informationen und Anmeldung

Omnibus für direkte Demokratie
Der Omnibus für direkte Demokratie steht auf dem Marktplatz einer Stadt und öffnet dort einen Gesprächsraum für die Idee der Volksabstimmung. Er startet am 13. April 2018 und ist fortan in ganz Deutschland unterwegs.
Informationen und Route

Netzwerk Bürgerbeteiligung – Netzwerktreffen 2018
Netzwerk Bürgerbeteiligung
15. Juni 2018 in Köln
Informationen und Anmeldung

Forum für Bürgerbeteiligung und kommunale Demokratie 2018
Stiftung Mitarbeit
14.–16. September 2018 in Loccum
Informationen und Anmeldung

5 Möglichkeiten, sich 2018 politisch zu beteiligen

Protestschild "we are better than this"

An der Gesellschaft teilzuhaben und sie mitzugestalten sind zentrale Elemente einer lebendigen Demokratie. Auf allen Ebenen von der Kommune bis zur Europäischen Union können verschiedene Formen der Partizipation Entscheidungsprozesse beeinflussen und die demokratische Gesellschaft stärken. Hier sechs Möglichkeiten für politisches Engagement in 2018 und darüber hinaus:

Mitreden und diskutieren
Probleme können nur gelöst werden, wenn sie bekannt sind und darüber gesprochen wird. Ob beim klassischen Stammtisch, in der Teeküche oder in den sozialen Medien – die Gesellschaft lebt von vielfältigen Debatten.
Beispielsweise kann man den Politikerinnen und Politikern in Netzwerken wie Twitter folgen* und Feedback geben. Dabei muss eine respektvolle, wertschätzende Kommunikation, die sich inhaltlich an der Sache orientiert, von allen Beteiligten angestrebt werden.
*Der Politikberater Martin Fuchs erstellt und aktualisiert Listen von twitternden Abgeordneten.

An einer Demonstration teilnehmen
Demonstrationen machen gesellschaftliche Anliegen und soziale Bewegungen besonders gut sichtbar. Je mehr Menschen mobilisiert werden, desto wahrscheinlicher kommen die Forderungen auf die politische Agenda. Die erste große Demonstration 2018 wird anlässlich der Agrarministerkonferenz am 20. Januar unter dem Motto „Der Agrarindustrie die Stirn bieten!“ in Berlin stattfinden.

Petitionen unterstützen oder selbst eine Kampagne starten
Unterschriftenaktionen sind eine bewährte Form der Beteiligung. Digitale Plattformen machen es heutzutage einfach Anliegen zu unterstützen oder selbst Unterschriften zu sammeln. Zum Beispiel bei Change.org, die in Deutschland bereits 4,5 Millionen Nutzerinnen und Nutzer haben. Wer sich registriert, bekommt interessante Kampagnen per E-Mail vorgestellt und kann sie mit wenigen Klicks unterstützen. „5 Möglichkeiten, sich 2018 politisch zu beteiligen“ weiterlesen