Ein Bürgerrat empfiehlt mehr Mitbestimmung

Menschen unterschiedlichen Geschlechts und Alters sitzen am Runden Tisch
Foto: Bürgerrat Demokratie Leipzig

Noch immer hat die GroKo die angekündigte Expertenkommission für Bürgerbeteiligung nicht eingerichtet. Das ist auch nicht mehr nötig, denn ein Bürgerrat hat nun erarbeitet, ob und in welcher Form die parlamentarisch-repräsentative Demokratie durch weitere Elemente ergänzt werden kann.

Die Empfehlungen des Bürgerrats an die Politik kurz zusammengefasst:

    • Die parlamentarisch-repräsentative Demokratie soll durch weitere Elemente der Bürgerbeteiligung und direkter Demokratie ergänzt werden.
      (Anmerkung: Der Zuspruch zur Bürgerbeteiligung ist etwas höher als bei den direkt-demokratischen Verfahren. Die Möglichkeit der zusätzlichen Online-Abstimmung bei Volksentscheiden wird offenbar kritisch gesehen.)
    • Bundesweite Bürgerräte sollen etabliert werden. Die Mitglieder sollen die Gesellschaft möglichst repräsentativ widerspiegeln und zufällig ausgewählt sein.
    • Es soll ein Lobbyregister auf Bundesebene für mehr Transparenz geben.

Der Bürgerrat bestand aus fast 160 zufällig ausgelosten Teilnehmenden, die vier Tage von unabhängigen Fachleuten zu Themen wie direkte Demokratie, Bürgerbeteiligung und Lobbyismus beraten wurden. Die Ergebnisse werden noch in einem Bürgergutachten zusammengetragen und anschließend an Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sowie den Fraktionen des Bundestages übergeben.

Mehr Informationen unter https://www.buergerrat.de.

Sich für eine lebenswerte Stadt einsetzen

Zusammenfassung

In Berlin wurde 2018 das erste Radverkehrs- und Mobilitätsgesetz verabschiedet. Das ist der Verdienst von vielen engagierten Menschen, die 2016 den Volksentscheid Fahrrad herbeigeführt haben.

In der Podcast-Folge erzählt Isabell Eberlein, Vorstandsmitglied bei Changing Cities, wie eine lebenswerte Stadt aussieht und warum die Verkehrswende mehr Diversität braucht.

Inhalte

00:01 Intro – Worum geht’s in der aktuellen Staffel bzw. Folge?
01:15 Was bewegt Aktivistin Isabell Eberlein?
02:38 Wie mobilisiere ich Menschen für ein Volksbegehren?
05:42 Für mehr Diversität in der Stadtentwicklung / Verkehrswende
09:42 Die Arbeit von Changing Cities e.V.
11:17 Nach dem Volksentscheid – Das Problem der Umsetzung
13:15 Die Struktur von Haupt- und Ehrenamt
13:54 Der Mehrwert vom politischen Engagement
16:28 Ein bundesweiter Volksentscheid?
16:50 Warum politische Partizipation wichtig ist

Shownotes

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Bürgerbegehren: Selber kommunalpolitische Entscheidungen herbeiführen

Zusammenfassung

Der gemeinnützige Verein BürgerBegehren Klimaschutz ermutigt lokale Initiativen ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten in Form von Bürger- und Volksbegehren zu nutzen. Der Fokus liegt dabei auf einer klimafreundlichen Kommunalpolitik.

Eric Häublein erzählt in dieser Podcast-Folge, wie ein Volksbegehren den nötigen Druck aufgebaut hat, damit die Privatisierung der Stromnetze in Berlin rückgängig gemacht wird. Außerdem stellt er das Instrument des Einwohner*innenantrags vor, mit dem vor allem junge Menschen die Klimapolitik in die eigene Hand nehmen können.

Inhalte

00:01 Intro – Worum geht’s in der aktuellen Staffel bzw. Folge?
00:39 Eric Häublein und der Verein kurz vorgestellt
04:12 Engagement ohne formale Hürden
05:48 Der Einwohner*innenantrag
09:01 Warum den Weg der direkten Demokratie nutzen?
10:23 Der Berliner Energietisch und sein Volksbegehren
12:35 Beratung, Unterstützung und Vernetzung für Klimaaktivist*innen
16:54 Parteien im Aktionsbündnis?
18:52 Hürden für Verfahren der direkten Demokratie senken
21:42 Warum politische Partizipation so wichtig ist

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Nur Mittel der direkten Demokratie sind verbindlich

Zusammenfassung

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Nordrhein-Westfalen und der Kölner Verein RADKOMM haben gemeinsam mit vielen Vereinen und Akteur*innen aus Umwelt und Verkehr das Aktionsbündnis “Aufbruch Fahrrad” gegründet, um gemeinsam eine Mobilitätswende in NRW auf den Weg zu bringen.

Für eine Volksinitiative hat das Aktionsbündnis in den letzten Monaten die notwendigen 66.000 Unterschriften gesammelt, damit der Landtag NRW sich mit den Forderungen zur Förderung der Fahrradmobilität verbindlich beschäftigen muss. In der Podcast-Folge erzählt Dr. Ute Symanski, RADKOMM-Vorsitzende, wie das Aktionsbündnis den Weg eines direkt-demokratischen Verfahrens erfolgreich beschritten hat.

Inhalte

00:01 Intro – Worum geht’s in der aktuellen Staffel bzw. Folge?
01:20 Dr. Ute Symanski und die Volksinitiative kurz vorgestellt
07:11 Warum der Weg einer Volksinitiative?
08:00 Das Aktionsbündnis: Kooperationen sind wichtig
09:00 Wie die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad startete
11:00 Unterschriften sammeln – Was funktioniert gut?
15:23 Wie sich die Initiative finanziert hat
16:25 Unterstützung von Politik und Verwaltung gewünscht
21:20 Wie geht es bei Aufbruch Fahrrad weiter?
23:53 Warum politische Partizipation so wichtig ist

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