Die Konsultative: Bürgerbeteiligung durch Zukunftsräte?

Buch

Demokratie lebt von der Vielfalt der Menschen. Um ein gutes Zusammenleben zu ermöglichen, sind Toleranz und Kompromisse notwendig. Dies gelingt in Deutschland scheinbar immer weniger. Patrizia Nanz und Claus Leggewie fordern in ihrer wissenschaftlichen Abhandlung „Die Konsultative“, eine stärkere Beteiligung der Gesellschaft, um die drängenden Fragen der Zukunft beantworten zu können.

Den Weg dahin, sehen sie in sogenannten Zukunftsräten, in denen ein repräsentativer Querschnitt der Bürgerinnen und Bürger, praktikable Lösungsvorschläge für gesellschaftliche Problemstellungen erarbeitet. Einem Zukunftsrat gehören – je nach politischer Ebene – 15 bis 50 per Losverfahren ausgewählte Personen an. Die Beteiligten treffen sich regelmäßig und werden von einem Moderationsteam der Verwaltung unterstützt.
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Kurz nachgefragt: Ella Lagé über Divestment für den Klimaschutz

Aus Geld wächst Grünes

Derzeit wird im Rahmen der Weltklimakonferenz (COP23) in Bonn wieder deutlich, dass für den Klimaschutz noch eine Menge getan werden muss. Alle Menschen sind gefragt, die Gesellschaft nachhaltig zu gestalten. Im Alltag kann jede Einzelperson Dinge hinterfragen und ggf. besser machen. Ein Beispiel ist Divestment, also der Abzug bzw. der Verzicht von Investitionen in Unternehmen, die Aktivitäten mit fossilen Brennstoffen unterstützen. Was das bedeutet, erklärt Divestment-Expertin Ella Lagé im Interview. Weiterlesen „Kurz nachgefragt: Ella Lagé über Divestment für den Klimaschutz“

Partizipation ist unverzichtbar

Der Klimawandel, die demografische Entwicklung und die kulturellen Spannungen sind die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Sie verschärfen gegenwärtig die soziale Ungleichheit und die antidemokratischen Stimmungen in Europa.
Ein Weg für die Bewältigung der Konflikte muss Partizipation sein. Um den gesellschaftlichen Wandel besser und nachhaltig gestalten zu können, müssen mehr Menschen Einfluss nehmen.

Demokratie muss verstanden werden, als Rahmen für eine Gesellschaft, in der wir leben wollen. Eine Gesellschaft, in der wir denken und sagen können, was wir wollen. Eine Gesellschaft, in der jede und jeder teilhaben und sich aktiv einbringen kann. Denn die besten Expertisen haben die Menschen, um deren Belange es geht. Eine Voraussetzung ist, dass sie zur Partizipation befähigt werden. Das heißt, es müssen das Verständnis für die globalen Zusammenhänge und die Nutzung der Instrumente, die beispielsweise die Digitalisierung bereit hält, vermittelt werden.

Die Einsatzfelder von Partizipation vor Ort und im Netz können vielfältig sein – von der klassischen Bürgerbeteiligung über die Einbeziehung von Beschäftigten in die Unternehmensentwicklung bis hin zur Partizipation von Kunden. Wenn die Haltung stimmt, finden sich Mittel und Wege.