Die queere Community vernetzen und stärken

Zusammenfassung

Lucas Hawrylak setzt sich für die Rechte und den Schutz der queeren Community ein. Zwei Jahre hat er die Kampagne #HomoBrauchtKeineHeilung vorangetrieben, um ein Verbot der Konversionstherapien zu erreichen. Ein Verfahren mit dem Homosexuelle auch in Deutschland „heterosexuell gemacht werden sollen“. Nach intensiver Aufklärungsarbeit, einer Petition und Gesprächen mit Entscheidungsträger*innen hat der Bundestag im Mai 2020 schließlich ein entsprechendes Gesetz verabschiedet.

Lucas spricht im Schwarmzeit-Podcast über den Verlauf der Kampagne und gibt Tipps für die politische Arbeit. Der 28-jährige Aktivist hat selbst noch viel vor: Mit seiner aktuellen Petition #RegenbogenblutTutGut möchte er im Wahlkampfjahr 2021 das Thema der diskriminierungsfreien Blutspende auf die politische Agenda setzen.

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Mehr Teilhabe mit einem Grundeinkommen für alle

Zusammenfassung

Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist ein Einkommen für alle Menschen, um die Existenz zu sichern und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Susanne Wiest kämpft seit vielen Jahren für die Einführung eines BGE in Deutschland. Im Frühjahr 2020 hat sie zum zweiten Mal an den Bundestag eine Petition gerichtet, die über 175.000 Menschen unterschrieben haben. Im Schwarmzeit-Podcast berichtet sie über die wachsende Bewegung für ein Grundeinkommen und wie sie das Petitionswesen auf Bundesebene erlebt.

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Special: Frauen in der Kommunalpolitik

Zusammenfassung

Die Kommunalpolitik ist immer noch ein Männer-Netzwerk. Derzeit liegt der Frauenanteil in den Stadt- bzw. Gemeinderäten in Nordrhein-Westfalen bei nur 24 Prozent. Bei den Kommunalwahlen 2020 sind laut WDR nur 286 Frauen unter den 1.510 Kandidat*innen, die ein Amt als Oberbürgermeister*in oder Landrät*in anstreben.

In diesem Podcast-Special erzählen vier Kandidatinnen, wie sie den Wahlkampf erlebt haben und was es braucht, damit mehr Frauen den Schritt in die Kommunalpolitik machen. Mit dabei sind Gordana Rammert (Piraten/Bürgernähe Bielefeld), Celine Coldewe (Klimaliste Düsseldorf), Sarah Geselbracht (Münster Liste – bunt und international) und Ngoc Gabriel (Klima Freunde Köln).

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Von der Aktivistin zur Partei-Gründerin: “Eine ziemlich coole Gratwanderung”

Gründungsparteitag radikal:klima, Berlin, 09.08.20
Das Kernteam von radikal:klima (Foto: Stefan Müller)

Jeanette Krüger, 31 Jahre, kam im letzten Jahr über die Volksinitiative “Klimanotstand Berlin” mit Menschen zusammen, die sie politisch und aktivistisch mitgerissen haben. Mit einigen Aktivist*innen hat sie jetzt die Partei radikal:klima gegründet, die bei der Abgeordnetenhauswahl 2021 für einen sozialgerechten Klimaschutz in Berlin antritt.
Was treibt eine Aktivistin an, sich nun parteipolitisch zu engagieren?

Jeanette, was bewegt dich?
Ich will den Klimaschutz vorantreiben – hier in Berlin. Weil je mehr man über den Kliawandel weiß, desto weniger kann man die Augen verschließen und desto schlimmer wird dieses Zukunftsszenario, was man sich vor Augen führt. Wie man diesen ganzen Horror-Szenarien entgegenwirken kann? Mit Aktivismus. Innerhalb dessen finde ich die Partei radikal:klima – was meine momentane aktivistische Anstrengung ist – eine ziemlich coole Gratwanderung. Man kann auf der einen Seite sich noch neu entdecken, eintauchen und ausprobieren, dadurch dass wir Politik anders denken wollen. Aber auf der anderen Seite muss man dieses klassische System erstmal verstehen, hinterfragen und dann versuchen so langsam aufzuknacksen.

Was ist dein persönliches Ziel mit radikal:klima?
Es gibt verschiedene Ziele. Das eine Ziel ist die 5-Prozent-Hürde zu knacken, um in die Gestaltung reinzugehen. Also, wie können wir Berlin gestalten? Aber davor passiert einfach schon sehr viel mehr. Mein persönliches Ziel ist es deswegen eine Community aufzubauen, die sich gegenseitig bestärkt, wo wir alle zusammen an einem Hebel ziehen und gemeinsam Schritt für Schritt Druck auf die aktuellen Parteien ausüben. So können wir auf dem Weg bis zu den Wahlen vielleicht die eine oder andere Wahlprogrammänderung bei den anderen Parteien bewirken.

Wie motivierst du andere Menschen politisch aktiv zu werden?
Ich glaube, es gibt verschiedene Ansätze. Zum einen kann man Menschen für ein kleines Projekt heranziehen, das man miteinander umsetzt. So dass sie Blut lecken und dann Bock haben, dabei zu bleiben. Zum anderen geht es auch viel um Bestärkung – eine Caring Culture aufbauen. Das heißt, du kennst die Menschen. Es gibt einen familiären Aspekt. Du freust dich, wenn du zu einem Treffen gehst. “Von der Aktivistin zur Partei-Gründerin: “Eine ziemlich coole Gratwanderung”” weiterlesen

Die Artenvielfalt retten

Zusammenfassung

Das politische Engagement in Kooperationen ist sinnvoll, denn miteinander lässt sich einfach mehr gestalten und erreichen. In Brandenburg hatten sich daher im Vorfeld der Landtagswahlen 2019 die Umwelt- und Mobilitätsverbände zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Forderungen in die Politik zu tragen. Ein Ergebnis ist die Volksinitiative “Artenvielfalt retten”, die derzeit vor dem Verfassungsgericht für ihre Zulässigkeit kämpft.

Initiatorin Michaela Kruse, Referentin für Klima- und Moorschutz beim BUND Brandenburg, schildert in dieser Podcast-Episode was für den Artenschutz getan werden muss und wie die Kampagnenarbeit auch unabhängig von der Volksinitiative weitergeht.

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