Veranstaltungen und Aktionen am 20. Juni 2020

Demo "Für eine Welt, in der wir gerne leben"

In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? Am Samstag, den 20. Juni 2020, gibt es wieder viele Möglichkeiten sich auf der Straße oder von zuhause für Weltoffenheit, bezahlbaren Wohnraum oder nachhaltige Mobilität einzusetzen und sich mit anderen Aktivist*innen zu vernetzen.

1 ) Tag der offenen Gesellschaft
Normalerweise werden am Tag der offenen Gesellschaft Tische auf die Straße gestellt, um mit den Nachbarn ins Gespräch zu kommen. Wegen der COVID19-Pandemie gilt es auf anderem Wege ein sichtbares Zeichen für Offenheit, Vielfalt und Zusammenhalt zu setzen. Zum Beispiel kann man sich mit Plakaten im Fenster, am Gartenzaun oder auf dem Balkon zur offenen Gesellschaft bekennen. Die Bilder und Videos dazu werden unter #tdog20 in den sozialen Netzwerken gesammelt.

Aktions-Ideen (Initiative Offene Gesellschaft)

2) Shut down Mietenwahnsinn – Sicheres Zuhause für alle!
Das Aktionsbündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn setzt sich für eine Gemeinwohl-orientierte Wohnungspolitik ein, die nicht auf die Profitinteressen von Investor*innen, Vermieter*innen und Eigentümer*innen abzielt. In zahlreichen Städten werden Initiativen und stadtpolitische Gruppen mit Kundgebungen und kreativen Aktionen für bezahlbaren Wohnraum protestieren.

Aktions-Städte im Überblick (Aktionsbündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn)

3) Radkomm
Mittlerweile gibt es über 30 Radentscheide in Deutschland. Bei der Radkomm – eine Konferenz für nachhaltige Mobilität – tauschen sich die Aktivist*innen mit der forFuture-Bewegung und weiteren Interessierten aus. Aufgrund der Corona-Bestimmungen finden die Paneldiskussionen und Themen-Workshops online statt. Es ist keine Anmeldung notwendig.

Programm und Livestream (Radkomm) “Veranstaltungen und Aktionen am 20. Juni 2020” weiterlesen

3 Hörempfehlungen: Demokratie und Partizipation

Eine Frau mit mp3-Player

In den letzten Tagen sind einige interessante Expert*innen-Gespräche zu Demokratie und Partizipation veröffentlicht worden. Hier drei Hörempfehlungen für das lange Wochenende:

1. Die Kluft des Vertrauens
Im Podcast “Wer jetzt?” von Demokratie21 spricht Philipp Weritz mit Martina Handler über ihre Erfahrungen mit Beteiligungsprozessen in Österreich und Deutschland. Sie warnt vor “Pseudo-Partizipation” und begrüßt, dass immer mehr Städte und Gemeinden gemeinsam mit den Bürger*innen ihre Leitlinien für Bürgerbeteiligung erarbeiten.
>> Zur Podcast-Episode

2. Eine demokratischere Demokratie?
In der aktuellen Episode von “Was wäre wenn” beleuchtet Sara Steinert die ungleiche Beteiligung an unserer Demokratie und neue Wege der Mitbestimmung. Katharina Liesenberg erklärt das Konzept der Bürgerräte und das quotierte Losverfahren. Außerdem berichtet sie von erfolgreichen Beispielen aus der Praxis.
>> Zur Podcast-Episode

3. Demokratie und Coronakrise
Michael von der Lohe und Bruno Kaufmann diskutieren im Podcast von Omnibus1987 über die teilweise fehlende Akzeptanz bei den Bürger*innen für politische Entscheidungen in Krisenzeiten und wie die Instrumente der direkten Demokratie in der Schweiz genutzt werden.
>> Zur Podcast-Episode

Gestern ist auch eine neue Schwarmzeit-Episode mit Luisa vom “Klimaentscheid Darmstadt” online gegangen. Alle Folgen der ersten Staffel zur direkten Demokratie sind im Podcast-Archiv aufgelistet.

Eine klimaneutrale Stadt werden

Zusammenfassung

Die Bewegung Fridays for Future hat im letzten Jahr viele Menschen für den Klimawandel sensibilisiert – so auch die Bürger*innen in Hessen. Einige Aktivist*innen haben sich zur Initiative „Klimaentscheid Darmstadt“ zusammengefunden und für ein Bürgerbegehren elf konkrete Klimaschutzmaßnahmen für die Stadt erarbeitet.

Luisa Emrich, Sprecherin der Initiative, hat in dieser Zeit viel über kommunalpolitisches Engagement gelernt. In dieser Podcast-Episode berichtet sie von ihren Erfahrungen und warum sie sich für die junge Generation bessere Beteiligungsmöglichkeiten wünscht.

Shownotes

Podcast abonnieren

Aus Mitgefühl und Solidarität handeln

Zusammenfassung

Auf dem Mittelmeer sterben seit Jahren Menschen, während sich Europa weiterhin abschottet. Nun kommt die COVID-19-Pandemie erschwerend hinzu. Abstand halten und regelmäßiges Händewaschen sind in den überfüllten griechischen Flüchtlingslagern undenkbar. Die Seebrücke ist eine internationale Bewegung, die sich für ein offenes Europa einsetzt und die sofortige Evakuierung der Menschen aus den Lagern fordert.

Svenja Bloom hat letztes Jahr mit ihrer Lokalgruppe ein Bürgerbegehren gestartet, nachdem der Rat der Stadt Münster eine Erklärung zum Sicheren Hafen zwei Mal abgelehnt hatte. Wir sprechen über die aktuellen Forderungen der Bewegung und wie die Gruppe trotz der eingeschränkten Versammlungsfreiheit gegenwärtig ihren Protest auf die Straße bringt.

Shownotes

Podcast abonnieren