Kurz nachgefragt: Ella Lagé über Divestment für den Klimaschutz

Aus Geld wächst Grünes

Derzeit wird im Rahmen der Weltklimakonferenz (COP23) in Bonn wieder deutlich, dass für den Klimaschutz noch eine Menge getan werden muss. Alle Menschen sind gefragt, die Gesellschaft nachhaltig zu gestalten. Im Alltag kann jede Einzelperson Dinge hinterfragen und ggf. besser machen. Ein Beispiel ist Divestment, also der Abzug bzw. der Verzicht von Investitionen in Unternehmen, die Aktivitäten mit fossilen Brennstoffen unterstützen. Was das bedeutet, erklärt Divestment-Expertin Ella Lagé im Interview. Weiterlesen „Kurz nachgefragt: Ella Lagé über Divestment für den Klimaschutz“

Partizipation ist unverzichtbar

Der Klimawandel, die demografische Entwicklung und die kulturellen Spannungen sind die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Sie verschärfen gegenwärtig die soziale Ungleichheit und die antidemokratischen Stimmungen in Europa.
Ein Weg für die Bewältigung der Konflikte muss politische Partizipation sein. Um den gesellschaftlichen Wandel besser und nachhaltig gestalten zu können, müssen mehr Menschen Einfluss nehmen.

Demokratie muss verstanden werden, als Rahmen für eine Gesellschaft, in der wir leben wollen. Eine Gesellschaft, in der wir denken und sagen können, was wir wollen. Eine Gesellschaft, in der jede und jeder teilhaben und sich aktiv einbringen kann. Vor allem die Menschen, um deren Belange es geht. Eine Voraussetzung ist, dass sie zur Partizipation befähigt werden. Das heißt, es müssen das Verständnis für die globalen Zusammenhänge und die Nutzung der Instrumente, die beispielsweise die Digitalisierung bereit hält, vermittelt werden.

Partizipation kann überall stattfinden – von der lokalen bis zur europäischen Ebene. Es braucht mehr Mitbestimmungs- und Teilhabemöglichkeiten vor Ort und im Netz. Eine neue Partizipationskultur braucht jedoch zunächst einen Sinnes- und Strukturwandel – ein Bekenntnis der Politik, dass die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger unverzichtbar ist.