Ngoc Gabriel: „Es geht nicht darum, politische Karrieren anzustreben“

Kandidatin Klima Freunde

Ngoc Gabriel tritt bei den Kommunalwahlen mit der Wähler*innengruppe „Klima Freunde“ in Köln an. Die freiberufliche Transformationsdesignerin möchte, dass sich die Kommunalpolitik neu erfindet und mehr Menschen beteiligt.

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Sarah Geselbracht: „Ich habe einen hohen Gerechtigkeitssinn“

Kandidatin für Münster

Sarah Geselbracht, 45 Jahre, tritt bei den Kommunalwahlen für die Wähler*innen-Vereinigung „Münster Liste – bunt und international“ an. Die gebürtige Münsteranerin hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und engagiert sich daher seit Jahren für preiswerten Wohnraum und demokratische Beteiligung in der Stadt.

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Von der Aktivistin zur Partei-Gründerin: „Eine ziemlich coole Gratwanderung“

Gründungsparteitag radikal:klima, Berlin, 09.08.20
Das Kernteam von radikal:klima (Foto: Stefan Müller)

Jeanette Krüger, 31 Jahre, kam im letzten Jahr über die Volksinitiative „Klimanotstand Berlin“ mit Menschen zusammen, die sie politisch und aktivistisch mitgerissen haben. Mit einigen Aktivist*innen hat sie jetzt die Partei radikal:klima gegründet, die bei der Abgeordnetenhauswahl 2021 für einen sozialgerechten Klimaschutz in Berlin antritt.
Was treibt eine Aktivistin an, sich nun parteipolitisch zu engagieren?

Jeanette, was bewegt dich?
Ich will den Klimaschutz vorantreiben – hier in Berlin. Weil je mehr man über den Kliawandel weiß, desto weniger kann man die Augen verschließen und desto schlimmer wird dieses Zukunftsszenario, was man sich vor Augen führt. Wie man diesen ganzen Horror-Szenarien entgegenwirken kann? Mit Aktivismus. Innerhalb dessen finde ich die Partei radikal:klima – was meine momentane aktivistische Anstrengung ist – eine ziemlich coole Gratwanderung. Man kann auf der einen Seite sich noch neu entdecken, eintauchen und ausprobieren, dadurch dass wir Politik anders denken wollen. Aber auf der anderen Seite muss man dieses klassische System erstmal verstehen, hinterfragen und dann versuchen so langsam aufzuknacksen.

Was ist dein persönliches Ziel mit radikal:klima?
Es gibt verschiedene Ziele. Das eine Ziel ist die 5-Prozent-Hürde zu knacken, um in die Gestaltung reinzugehen. Also, wie können wir Berlin gestalten? Aber davor passiert einfach schon sehr viel mehr. Mein persönliches Ziel ist es deswegen eine Community aufzubauen, die sich gegenseitig bestärkt, wo wir alle zusammen an einem Hebel ziehen und gemeinsam Schritt für Schritt Druck auf die aktuellen Parteien ausüben. So können wir auf dem Weg bis zu den Wahlen vielleicht die eine oder andere Wahlprogrammänderung bei den anderen Parteien bewirken.

Wie motivierst du andere Menschen politisch aktiv zu werden?
Ich glaube, es gibt verschiedene Ansätze. Zum einen kann man Menschen für ein kleines Projekt heranziehen, das man miteinander umsetzt. So dass sie Blut lecken und dann Bock haben, dabei zu bleiben. Zum anderen geht es auch viel um Bestärkung – eine Caring Culture aufbauen. Das heißt, du kennst die Menschen. Es gibt einen familiären Aspekt. Du freust dich, wenn du zu einem Treffen gehst. „Von der Aktivistin zur Partei-Gründerin: „Eine ziemlich coole Gratwanderung““ weiterlesen

Auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt

Zusammenfassung

Seit den FridaysforFuture-Protesten gibt es ein öffentliches Bewusstsein für nachhaltige Mobilität. Um konkrete Maßnahmen in den Städten voranzubringen, gründen sich immer mehr Initiativen, die mithilfe von Bürgerbegehren die Radinfrastruktur verbessern wollen.

Michael Schem und seine Familie engagieren sich beim „Radentscheid Bielefeld“. Die Stadt hat mittlerweile fast alle elf Ziele der Initiative in einem Vertrag übernommen. In dieser Podcast-Episode sprechen wir über die Umsetzung der Forderungen und die Auswirkungen der Coronakrise auf das Mobilitätsverhalten der Bürger*innen.

Shownotes

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Veranstaltungen und Aktionen am 20. Juni 2020

Demo "Für eine Welt, in der wir gerne leben"

In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? Am Samstag, den 20. Juni 2020, gibt es wieder viele Möglichkeiten sich auf der Straße oder von zuhause für Weltoffenheit, bezahlbaren Wohnraum oder nachhaltige Mobilität einzusetzen und sich mit anderen Aktivist*innen zu vernetzen.

1 ) Tag der offenen Gesellschaft
Normalerweise werden am Tag der offenen Gesellschaft Tische auf die Straße gestellt, um mit den Nachbarn ins Gespräch zu kommen. Wegen der COVID19-Pandemie gilt es auf anderem Wege ein sichtbares Zeichen für Offenheit, Vielfalt und Zusammenhalt zu setzen. Zum Beispiel kann man sich mit Plakaten im Fenster, am Gartenzaun oder auf dem Balkon zur offenen Gesellschaft bekennen. Die Bilder und Videos dazu werden unter #tdog20 in den sozialen Netzwerken gesammelt.

Aktions-Ideen (Initiative Offene Gesellschaft)

2) Shut down Mietenwahnsinn – Sicheres Zuhause für alle!
Das Aktionsbündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn setzt sich für eine Gemeinwohl-orientierte Wohnungspolitik ein, die nicht auf die Profitinteressen von Investor*innen, Vermieter*innen und Eigentümer*innen abzielt. In zahlreichen Städten werden Initiativen und stadtpolitische Gruppen mit Kundgebungen und kreativen Aktionen für bezahlbaren Wohnraum protestieren.

Aktions-Städte im Überblick (Aktionsbündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn)

3) Radkomm
Mittlerweile gibt es über 30 Radentscheide in Deutschland. Bei der Radkomm – eine Konferenz für nachhaltige Mobilität – tauschen sich die Aktivist*innen mit der forFuture-Bewegung und weiteren Interessierten aus. Aufgrund der Corona-Bestimmungen finden die Paneldiskussionen und Themen-Workshops online statt. Es ist keine Anmeldung notwendig.

Programm und Livestream (Radkomm) „Veranstaltungen und Aktionen am 20. Juni 2020“ weiterlesen